Donnerstag, 28. November 2013

Die NWB hat die neue Version des Betriebsleitsystems in Betrieb genommen



Am vergangenen Dienstag war es soweit. Die NWB hat eine neue Version ihres Betriebsleitsystems in Betrieb genommen. Das alte System hatte einen gravierenden Fehler, der seit mittlerweile fast zwei Jahren bekannt war, aber, warum auch immer, nicht beseitigt wurde. Die Triebwagen der NWB fahren in festgelegten Umlaufplänen. So fährt zum Beispiel die NWB 83200 am sehr frühen morgen von Twistringen nach Bremerhaven-Lehe, kommt dort um 06.30 an und fährt nach sieben Minuten um 06.37 als NWB 83205 wieder zurück nach Twistringen. Dort um 08.15 angekommen gibt’s eine längere Pause, bevor es um 09.03 als NWB 83208 wieder zurück nach Bremerhaven-Lehe geht. Und so pendelt der Triebwagen im Prinzip den ganzen Tag zwischen Twistringen und Bremerhaven hin und her. Dieser Umlaufplan war dem alten Betriebsleitsystem nicht bekannt. Es kannte nur die einzelnen Zugleistungen, aber nicht deren Abhängigkeit voneinander. So konnte das System nicht wissen, wenn z.B. die NWB 83200 mit 20 Minuten Verspätung in Richtung Bremerhaven fuhr, dass dann wegen des nur siebenminütigen Aufenthalts in Bremerhaven-Lehe die NWB 83205 zwangsläufig auch verspätet fahren wird. Und so wurde in solchen Fällen in den Echtzeitsystemen der NWB und des VBN fälschlicherweise eine pünktliche Fahrt der NWB 83205 prognostiziert. Erst wenn sich der Bordcomputer des Triebwagens nach der tatsächlichen Abfahrt der NWB 83205 im Betriebssystem angemeldet hatte, merkte es, oh, der Zug ist ja gar nicht pünktlich, sondern hat Verspätung. Und erst dann wurde die Verspätung in den Echtzeitsystemen angezeigt.

Das neue System kennt nun die Umläufe. Und so weiß es, solange die NWB 83200 pünktlich unterwegs ist, wird auch die NWB 83205 pünktlich sein. So wird es nun seit Dienstag auch angezeigt. Bislang wurde bei der NWB 83205 bis zur planmäßigen Abfahrtszeit und bis kurz danach, bis sich der Bordcomputer angemeldet hatte, im NWB-Abfahrtsmonitor ein „voraussichtlich pünktlich“ angezeigt, das nach der Anmeldung in ein „pünktlich“ wechselte.

Jetzt ist es so, solange die NWB 83200 pünktlich fährt, wird auch bei der NWB 83205 bereits ein „pünktlich“ angezeigt. Sollte sich die NWB 83200 nun auf ihrer Fahrt verspäten und die Verspätung übersteigt die siebenminütige Aufenthaltsdauer in Bremerhaven-Lehe, wird automatisch auch eine Verspätung der NWB 83205 angezeigt. Also gegenüber dem bisherigen ein großer Fortschritt. Nun wird man früh- und rechtzeitig über Folgeverspätungen informiert. Das heutige intensivere Beobachten des Verhaltens des neuen Systems bei Verspätungen lässt aber auch dort noch einigen Verbesserungsbedarf erkennen. Und wie sich das System bei Großstörungen verhält, darauf bin ich auch noch gespannt.

Dienstag, 26. November 2013

Bremer Hauptbahnhof

Jeder hat es bestimmt schon mal im Bremer Hauptbahnhof erlebt - das subjektive Gefühl der Überfüllung. Gerade zu Zeiten, wenn Werder spielt und der Freimarkt stattfindet, oder an einem Freitag Nachmittag, wenn viele Menschen reisen, kommt man gelegentlich im Hauptbahnhof nur sehr langsam voran. Ich selbst erlebe es jeden Morgen, wenn die Ausgänge Richtung Innenstadt von Pendlern in beide Richtungen benutzt werden --> dann staut es sich, und der Pendler-Fluss gerät ins Stocken. Richtig herausfordernd wird es, wenn ein Eingangs-Bereich wg. Wartungsarbeiten geschlossen ist, dann geht fast nichts mehr! Ich verstehe auch, das ein Bahnhof ein kommerzieller Ort ist, dort muss Geld verdient werden. Aber könnte man nicht - um die Sicherheit der Reisenden zu erhöhen - ein Geschäft schliessen und daraus noch einen weiteren Zugang Richtung Innenstadt machen? Die existenten Seiten-Eingänge links und rechts werden fast nie benutzt. Pendler sind Gewohnheits-Menschen, eine Veränderung im Verhalten ist schwierig zu erzielen.

Sonntag, 24. November 2013

Erhöhung der Kapazitäten im Dezember

Ganz kurz hatte ich vor einigen Tagen schon mal das Thema "Gefäß-Optimierung" bzw. Auslastung der Regio-S-Bahn angeschnitten. Nun stehen ab Dezember verstärkte Freizeit-/Wochenend-Reisen zu Weihnachts-Märkten und "Geschenke-Beschaffungen" an. In einem Kommentar zu diesem früheren Post war die Kapazität der Regio-S-Bahn speziell zwischen Bremen-Burg und Bremen-HBF(RS1) im Dezember bemängelt worden --> hier wird auch an den Freitagen und Samstagen im Advent die Kapazität nicht erhöht werden. Nachgesteuert bzw. erhöht wird im Advent am Freitag und Samstag auf der RS2 und RS3, die Verbindung nach Bremen-Farge bedarf keiner Erhöhung .... Zur Info: die Züge der NWB sind mit Zählautomaten ausgestattet, d. h. jeder Fahrgast-Einstieg bzw. -ausstieg wird gezählt ..... und falls dieses Jahr zu viele Menschen mit dem ÖPNV zu Shoppen fahren, kann nächstes Jahr nachgesteuert werden :)

Donnerstag, 21. November 2013

Bremsen Kohlenzüge die S-Bahn aus?

Dies war heute der Titel eines Artikels in der Norddeutschen(regionaler Teil des Weser-Kuriers). Hier wurde berichtet, dass die Kohlenzüge für das Kraftwerk in Bremen-Farge verantwortlich für Verspätungen sein können(RS1). Bisher fuhren die Kohlenzüge außerhalb der 15-Minuten-Takte, also mit wenig Risiko für die Regio-S-Bahn-Kunden. Nun sollen ab Mitte Dezember die Kohlenzüge in den Hauptverkehrszeiten fahren, mit möglichem Einfluss auf die Regio-S-Bahn. Entsprechende Proteste der Anwohner haben SUBV veranlasst, mit DB-Netze über geänderte Trassen zu verhandeln. Mit einer Stellungnahme der NWB werden die Kunden der Regio-S-Bahn schon auf kommende Verspätungen eingestimmt - da freuen wir uns im Winter ganz besonders drauf! Bei diversen Minusgraden auf eine verspätete Regio-S-Bahn zu warten, davon habe ich immer schon geträumt(und mehrfach erlebt)! Wann kommen die entsprechenden warmen Wartehäuschen, damit ich auch zukünftig meine volle Arbeitkraft meinem Arbeitgeber zur Verfügung stellen kann? Krankwerden bzw. /-sein aufgrund einer Zugverspätung - ein sehr interessantes Bild ... (vom volkswirtschaftlichem Einfluss ganz zu schweigen).

Mittwoch, 20. November 2013

Verspätungsstatistiken der Nordwestbahn

Es ist schon ein paar Tage her, allerdings komme ich leider erst jetzt dazu:
Die Verspätungsstatistiken der Nordwestbahn sind in diesem Jahr für Jedermann öffentlich einsehrbar,
die regelmäßigen Leser der ´Unterwegs´ (hier abrufbar) werden sie schon entdeckt haben:
Aufgeschlüsselt nach Linien und Verspätungsursachen findet man dort unter ´Zuverlässig unterwegs` die entsprechende Statistik .
Erschreckend sind dabei die Daten der RS 2: Schon beim ersten Betrachten fällt auf, dass in 10 von 12 Monaten die 90% Marke nicht überschritten wurde.
Laut Ausschreibung soll eine Pünktlichkeit von 95% im Gesamtnetz erreicht werden; es wird also wieder das große Rechnen stattfinden, um die entsprechenden Ausgleichsleistungen festzustellen. Im letzten Jahr war man da ja noch drumrumgekommen...
Trotz der erwähnten 250 Zugbewegungen auf der Strecke ist dies nicht die alleinige Ursache der Verspätung, andere Strecken erreichen schließlich mit dem Doppeltem an Zugbewegungen bessere Statistiken. Ist unsere Infrastruktur dort also immer noch so anfällig? Oder wie sieht´s mit der Kurzwende aus?!

Bei den Verspätungsursachen fällt auf, dass die Infrastruktur in den (Groß-)Bahnhöfen bereits jetzt an seine Kapitätsgrenzen stößt, anders sind die 20% dort  nicht zu erklären. Auch das erhöhte Fahrgastaufkommen sorgt für Verspätungen in nicht zu unterschlagenen Dimensionen.
Weitere Vergleiche sind aufgrund der verschiedenen Kategorien leider nicht möglich, ob beispielsweise Bauarbeiten nur Auswirkungen auf die RS 3 und RS 4 hat, lässt sich anzweifeln.
Bei sämtlichen Daten muss auch bedacht werden, dass die komplett ausgefallenen Züge darin nicht auftauchen, eine 100%ige Transparenz kann hier also nicht gegeben werden.
Trotzdem ist ein Schritt in diese Richtung getan...

Dienstag, 19. November 2013

Bessere Echtzeit-Information der NWB

Wiederholt bin ich von der VBN-App nicht korrekt informiert worden. Gerade die Daten-Qualität der NWB ist nicht optimal. Da hole ich mir - in wichtigen Situationen - die Information bei 3-S. Heute habe ich nun von der NWB erfahren, das per 26.11.2013 die Daten-Qualität verbessert werden soll. Z. B. sollen die Umlauf-Verbindungen integriert sein(interessant auf der RS2 Richtung Nord). Auch soll die personelle Ausstattung verbessert werden, damit wir Kunden besser informiert werden. Manchmal scheinen aber auch auf der Echtzeit-Drehscheibe Daten "unterzugehen", denn häufig sehe ich auf der App +0, obwohl von den EVUs die Daten korrekt übermittelt wurden. Nachfragen beim VBN blieben bisher leider unbeantwortet ......

Samstag, 16. November 2013

RS1-Nord - weiterhin fehlende Durchbindung zwischen Vegesack und Farge

Ein sehr interessanter Artikel in der Norddeutschen(Regional-Teil des Weser-Kuriers) am Mittwoch, 13.11.2013 --> auch mit dem Fahrplan-Wechsel im Dezember 2013 werden die Kunden auch weiterhin in Vegesack umsteigen müssen, weiterhin kann nur die Hälfte aller Züge ohne weiteres nach Farge durchreisen. Wenn nicht an diesem Projekt schon mehr als zwei Jahre "gearbeitet" werden würde, könnten wir Fahrgäste tatsächlich an einen Schildbürger-Streich glauben. Seit der Betriebsaufnahme vor ungefähr 2 Jahren wird die Durchbindung geübt, langsam fehlt mir der Glaube an der Ernsthaftigkeit, mit der alle Beteiligten dieses "Projekt" betreiben. Aus Fahrgast-Sicht wird mir seit Jahren Geld für eine Leistung abgenommen, die mir versprochen aber bisher nicht geleistet wurde. Wenn ich einen Alternative bzw. Rückgaberecht hätte, ich würde dieses in Anspruch nehmen. Schon vor 1,5 Jahren habe ich mich über dieses Projekt gewundert, welches weder transparent noch nachvollziehbar ist. Projekt-Management heute geht anders! Gerade in Bezug auf Information/Kommunikation und Timing ist die Zeit wohl mit der Geschwindigkeit eines ICEs an den Beteiligten vorbeigerauscht, anders kann ich mir die "Leistung" kaum erklären! Und jetzt nach über 1,5 Jahren=ca. 550 Tagen zu hören, das sich nichts verändert hat - ein Lümmel, der hier etwas schlimmes denkt und sich fragt, was alles Beteiligten in der Zeit gemacht haben?! Da wir Fahrgäste keine Lobby und keine richtige Alternative(außer das Auto) haben, können alle Beteiligten mit uns so umgehen, wie sie es aktuell machen. Mein Vorschlag für die Antwort der Kunden --> Dauerauftrag kündigen und nur noch Leistungen nachträglich bezahlen, die auch tatsächlich erbracht wurden! Warum soll ich als Fahrgast ein System unterstützen, das mehr verspricht als es leistet? So würden wir endlich die Macht=Geld nutzen können, um einen besseren Öffentlichen Personen-Nahverkehr zu bekommen .....

Freitag, 15. November 2013

VBN Beschwerdemanagement

Nun habe ich endliche Anwort zur bereits geschildertem Gleisdisposition im Bahnhof Syke ('Wieder Spaß mit der RegioSBahn und DB Netze') erhalten:
Die Nordwestbahn teilte mir mit, dass ihr dieses Problem durchaus bekannt ist, sie als Nutzer der Infrakstruktur dort allerdings nicht viel ausrichten kann - richtig so!

Ein kurzer Blick in die ursprüngliche E-Mail, die an den VBN gerichtet war: Dort hatte ich bereits erwähnt, dass dafür die DB Netze zuständig ist. Mir stellt sich allerdings die Frage, warum der VBN diese Anlgelegnheit nun an die Nordwestbahn weitergeleitet hat und nicht an den Besitzer der Schieneninfrastruktur. Verfügt man dort etwa nicht die entsprechenden Kontaktdaten? Ist DB Netze Nord mit Sitz in Hannover etwa so klein, dass keine Kundenanliegen bearbeitet werden können?
Als Kunde bleibt mir jetzt noch die Möglichkeit, mich wieder beim VBN über die Beschwerdebearbeitung zu beschwerden und darum zu bitten, das Anliegen entsprechend an die DB Netze weiterzuleiten...

Mittwoch, 13. November 2013

Indische Verhältnisse oder war es doch nur Gefäß-Optimierung?

Schon wieder gab es heute etwas zum Nachdenken und Wundern - gerne hätte ich heute auch das Eisenbahn-Bundes-Amt(EBA)dabei gehabt, denn die hätten wg. Überladung einschreiten müssen! Hier nun die Details: meine morgendliche Lieblings-Verbindung(der geneigte Leser kennt sie inzwischen!) rauschte mit einer kurzen Traktion(3-er) in Bremen-St. Magnus an(nur 4 Minuten verspätet, lt. App pünktlich). Schon in Lesum wurde es eng, in Bremen-Burg dann richtig voll, die Pendler standen in allen verfügbaren Gängen, Freiflächen und anderen Bereichen, alle Sitzplätze waren belegt. In Oslebshausen ging dann fast nichts mehr, die Türen schlossen stark zeitverzögert, da viele Reisende in den Lichtschranken standen. Auslastung geschätzte 120%, bzw. Transport-Gefäß mehr als optimiert! Über das Risiko für mich als mag ich nicht weiter nachdenken, habe mich sehr unwohl gefühlt! So ein morgendlicher Kuschel-Kurs, das ist wirklich nicht ok, wenn fast die Luft zum atmen fehlt oder wg. der Menge Menschen so schlecht ist, das man in Atem-Not gerät! Ob Fahrgäste in Oslebshausen nicht einsteigen konnten, habe ich leider nicht mitbekommen, denn ich stand in einem Knäuel von Reisenden, es war keine Bewegung bzw. Umfallen möglich. Wie sich das hohe Gewicht bzw. die Überladung auf die Funktionalität des Zuges auswirkt, kann und mag ich hier nur spekulieren, glaube aber, das die Technik hier garantiert bis zum Äußersten ausgereizt war! Wenn hier irgendetwas passiert wäre .........

Montag, 11. November 2013

Kunden-Information V - VBN App

Auch solche Situationen gibt es in der Echtzeit - zu pessimistische Informationen! Meine Verbindung ex Bremen-St. Magnus Richtung Bremen HBF. Auf dem Weg zum Bahnhof kurzer Check auf der App --> +10min. Ok, dann etwas entspannter zum Bahnhof. Auch auf der DFI war die Info + 10min. Also relaxen und überlegen, wie ich die 10 Minuten aufholen kann, ohne dabei meinen Zeitplan komplett überarbeiten zu müssen. Und dann geschah etwas sehr außergewöhnliches - der Zug kam. Eigentlich nur 4 min. über der Zeit, keine 10 Minuten wie auf allen Systemen kommuniziert. Auf der einen Seite schön, das die Verspätung kleiner als erwartet, auf der anderen Seite - wenn ich mich drauf verlassen hätte, wäre die Regio-S-Bahn ohne mich losgefahren. Das "richtige" Maß an Informationen, wann wird es da sein und auch bleiben?