Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zum Weihnachts-Shoppen ohne Bahn

Kunden fahren zu Weihnachten gerne mit dem Auto in Innenstädte - viel Zeit investieren bei der Parkplatz-Suche. Volle Parkhäuser machen das Einkaufen zu einem wahren Vergnügen! Da würde sich ja der Zug als alternatives Reisemittel anbieten - aber die Planer bei LNVG & DB Netze kennen das Ereignis "Weihnachten" scheinbar nicht und die damit verbundenen Einkaufsströme. Anders ist es wohl nicht zu erklären, das der neue Haltepunkt Kirchhammelwarden am 22. Dezember in Betrieb genommen wird. Zu diesem Zeitpunkt sind mehr oder weniger alle Weihnachtsgeschenke gekauft und auch Besuche von Weihnachtsmärkten stehen auch nicht mehr ganz oben auf der Prioritäten-Liste. Wäre es so schwierig gewesen, diesen Haltepunkt spätestens Anfang Dezember zu eröffnen und sich damit als Alternative zum Auto anzubieten?

Dienstag, 21. Oktober 2014

Keine Verknüpfung .....

..... stellte eine Neu-Nord-Bremerin fest. In einem Leserbrief in der Norddeutschen beklagt sie sich, das ihr - wie so vielen anderen - der Bus am Vegesacker Bahnhof vor der Nase wegfuhr! Nichts neues in Bremen, im Zeitalter von Echtzeit ist es natürlich eine richtige Herausforderung, die zwei größten Verkehrsmittel mit einer Anschluss-Garantie zu verknüpfen!  Insbesondere in Tagesrandlagen scheint kein Kunde von Interesse zu sein - es wird fröhlich aneinader vorbeigefahren! Macht ja nix, der nächste Bus kommt ja in 40 Minuten,  im Winter besonders erfrischend! Ist es so schwierig, im Sinne des Kunden zu agieren und alle Bemühungen auf eine durchgehende Reisekette abzustimmen? Anscheinend ja, andere Verkehrsverbünde sind da wesentlich weiter und schaffen Alternativen zum Auto ......

Montag, 20. Oktober 2014

"Wegen einer Zugkreuzung verzögert sich die Abfahrt ....."

... heute um 19.04 h von Bremen HBF nach Bremen-Vegesack. Ganz komisch war nur, das sich die Zugkreuzung dann als Überholung eines Güterzuges herausstellte! Kaum war der Güterzug mit ziemlich hoher Geschwindigkeit an uns vorbei, da zuckelte auch die NWB aus dem Hauptbahnhof. Die App hatte mal wieder die Echtzeit verschlafen, sodaß wir dann mit +4 Minuten in Bremen-St. Magnus eintrafen. Wenn dieses nicht schon häufiger passiert wäre, könnte man ja glauben, auf der Schiene herrscht Gleichbereichtigung - weit gefehlt! Die Trassen-Gebühren für den Personen-Verkehr sind zwar höher, aber das richtige Geld scheint DB-Netze im Güterverkehr zu verdienen. Wahrscheinlich sind die gewerblichen Verträge für Güterverkehr mit gepfefferten Vertragsstrafen bei Unpünktlichkeit versehen, da kann man den Dauerkunden, der schon vorab bezahlt hat, ja mal im Bahnhof stehen lassen .....

Mittwoch, 15. Oktober 2014

"Immer dasselbe ......"

..... war heute Morgen der genervte Kommentar eines Pendlers. Dieser galt mal wieder der Verspätung der Regio-S-Bahn um 7.07 h ab Bremen-St. Magnus. Die sehr aussagekräftige Begründung lautete  "wegen Störungen im Betriebsablauf"! Dies hilft den Schülern und Berufstätigen, die auf ihren fahrbaren Untergrund warten, ungemein! Wir Kunden vertragen heute schon die richtige Begründung - die o. a. Worte sind noch 50er-Jahre-Stil und ist wenig kundenorientiert.  Dies hat nichts mit Transparenz geschweige denn Information zu tun, dies ist eher "wir wollen nicht, das Kunden fragen". Störungen im Betriebsablauf ist ein Killer-Argument, hier ist im Zeitalter von "Echtzeit" auch "Echt-Information" schon Maßstab! Und wenn ich den Pendler richtig verstanden habe, ist diese Verbindung die unpünktlichste auf der RS1 ...... Wann verbessert sich hier etwas?

Freitag, 10. Oktober 2014

Kein Kunde wird es verstehen?!

Zufällig habe ich eine Information der Deutschen Bahn erhalten --> Zugausfälle, Schienenersatz-Verkehr und spätere Fahrzeiten auf der Strecke von Bremen HBF nach Bremerhaven-Lehe! Für volle 10 Tage(31. Oktober 2014 bis 10. November 2014). Grund: Gleis- und Brückenarbeiten zwischen OHZ und Bremerhaven-Lehe. Die Pendler auf dieser Strecke sind seit langer Zeit genervt durch Bauarbeiten - aber das ist jetzt noch das i-Tüpfelchen auf der Frust-Torte! Gebeutelt durch "Strecken-Ertüchtigung" und diverse technische Störungen erwartet der Kunde hier schon nicht mehr viel, aber verstehen kann man dies wirklich nicht mehr! Projekt-Management im Sinne des Kunden und dem Ehrgeiz, die Belastung für die Bezahler zu minimieren, sieht ganz anders aus!  Leider gibt das Flugblatt keine Information darüber, wie viele Güterzüge während der Bauarbeiten ausfallen! Dies wäre aber sehr interessant, um beurteilen zu können, ob Gleichberechtigung auf der Schiene auch tatsächlich gelebt wird!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Echtzeit weiterhin nicht korrekt

Heute Abend mal wieder ein Beispiel, dass im Bereich der Echtzeit noch großer Handlungsbedarf besteht: meine favorisierte Verbindung ab Bremen HBF nach Bremen-Vegesack 19.04 h zeigte auf der App eine Verspätung von 9 Minuten an, doch der Zug fuhr pünktlich! Wie geht das? Einfach bei 3-S nachfragen, die haben in dem gesamten System die besten Informationen! Ich habe auf dem Weg zum Hauptbahnhof per App meine Verbindung abgefragt und war enttäuscht als ich eine Verspätung von 9 Minuten realisierte. Beim Eintreffen am Hauptbahnhof auf den Anzeigen-Tafeln kein Hinweis auf ein Verspätung - kurzer Abstecher zum Info-Counter der DB. Und siehe da - lt. DB-Station&Service  sollte der Zug pünktlich fahren. Also auf zum Gleis, wo der Zug auch schon Einfahrt hatte. Auch die Abfahrt war gemäß Fahrplan...... Welcher Information kann ich als Kunde verlässlich trauen?

Montag, 6. Oktober 2014

Pendler-Ströme

Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat wieder ermittelt, wie Pendler aus und nach Bremen reisen. Überraschenderweise sind die Zahlen der "Auspendler" (aus Bremen raus) größer geworden als die Zahl der "Einpendler"(nach Bremen rein). Die Gründe für die Veränderungen sind vielfältig, angefangen von zu hohen Grundstückspreisen bis zur höheren Lebensqualität auf dem Land. Viele Bremer haben inzwischen auch eine Arbeitsstelle im niedersächsischem Umland gefunden. Leider hat Bremen versäumt, sich mit dem Umland zu verbünden, um allen Bürgern ein Maximum an Wünschen zu erfüllen. Viele Pendler nutzen Bus&Bahn, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Aber auch hier ist noch Potential, es wird in dieser Studie auf bessere Taktzeiten auch in benachbarten Landkreisen verwiesen. Ob sich dies  mit dem gerade verabschiedeten Verkehrs-Entwicklungsplan verbessern wird?

Freitag, 3. Oktober 2014

DFI anders programmiert?

Seit einiger Zeit bemerke ich, das die DFI(dynamischen Fahrgast-Informationen=elektronischen Anzeigentafeln) im VBN-Land feststehend die Uhrzeit anzeigen. Bisher wurde die Uhrzeit laufend auf dem Display angezeigt - nun steht die Uhrzeit fest in der Mitte des Displays - quasi wie eine reguläre Uhr. OK, da auf jedem Bahnhof/Bahnsteig auch eine allseits bekannte DB-Uhr montiert ist , zeigt uns die DB jetzt zweimal die Uhrzeit = doppelt Service! Müssen wir Fahrgäste ab demnächst mehr dafür bezahlen oder bekommen wir tatsächlich eine andere Leistung für gleiches Geld? Konnte bisher noch nicht feststellen, wann das Display tatsächlich wieder laufenden Informationen anzeigt ......

Donnerstag, 11. September 2014

Nicht mitgedacht...

...hat die NWB wohl, als sie ihre Züge auf der RS 3 eingesetzt haben.
Denn: einige Züge fallen zwischen Delmenhorst und Bremen aufgrund von Bauarbeiten aus.
Dadurch müssen Fahrgäste auf die Züge der RS 3 ausweichen, um dann in Delmenhorst oder Hude umsteigen zu können.

Leider hat man dies bei der Nordwestbahn anscheinend "vergessen" oder "nicht berücksichtigt", da vor ein paar Tagen die RS 3 mit nur einer kurzen Zugeinheit, also drei (!!) Wagen ankam - zufällig war auch gerade die HVZ dank Feierabendverkehr, aber gut.
Bannig eng war's dann doch.

Aber, Zitat der NWB-Kundenhotline "Wir versuchen, die Fahrzeugkapazitäten zu optimieren, wenn Schüler und Pendler unsere Züge nutzen..."

Montag, 1. September 2014

Am Rhein unterwegs

In den vergangenen Tagen war ich im Gebiet in und um Koblenz unterwegs.
Das schöne am Rheintal ist dabei immer wieder, dass beinahe sämtliche Ziele mit dem ÖPNV zu erreichen sind (wovon wir hier in Norddeutschland aktuell nur träumen können). 
Selbst als ÖPNV Fachmann trifft man hier auf eine völlig andere ÖPNV Welt. Vieles ist anders; einiges davon gut, anderes wiederum eher weniger optimal gelöst.
Hier eine kurze Zusammenfassung:
Das erste Interessante; bei der Eisenbahngesellschaft Vias erfolgen immer zwei Durchsagen. Zunächst wird der nächste Halt angesagt, danach erfolgt die nochmalige Durchsage mit der Vorsilbe "in Kürze erreichen wir...".
Was zunächst eine gute Idee ist, scheitert an den Triebfahrzeugführern, die diese Angsagen unmittelbar hintereinander schalten. Auch wenn das System richtig funktioniert, ist es bei längeren Fahrten (man denke mal an die Pendler) irgendwann nervig.
Besser gelungen ist die Ansagepraxis außerhalb des Zuges. Zwar finden auf den Bahnhöfen wie hier keinerlei Ansagen statt, dies wird jedoch durch Ansage der Aussenlautsprecher ersetzt. Hier gibt es Informationen über die Zugart, Fahrtziel und Unterwegsbahnhöfe. 
Besitzt die Baureihe 440 (RegioSBahn) nicht auch über Aussenlautsprecher?
Ich werde das so mal an die Nordwestbahn tragen...
Eines suchte ich dann ebenfalls vergeblich, nämlich den Fahrkartenautomaten. Weder auf dem Bahnhof noch im Zug war ein solcher zu finden. Die Antwort von Zugbegleiter auf meine Frage, ob ich bei ihm ein Ticket bekäme, war "selbstverständlich". Er erzählte mir auch, dass es sich auf solch kleinen Bahnhöfen wie meinem nicht lohne einen Ticketautomaten zu aufzustellen und zu unterhalten.
Von daher habe DB Vertrieb einen Vertrag geschlossen, in dem sich die Vias verpflichte, jedes Fahrzeug mit einem Zugbegleiter zu besetzten. Ich hätte dabei nicht einmal dem Zugbegleiter entgegenlaufen müssen, ein einfacher Hinweis bei der Ticketkontrolle hätte gereicht.
Auf meine Frage, wie man in einem solchen System Schwarzfahrer ausfindig machte, meinte man, dass er an jedem Bahnhof die einsteigenden beobachte und anschließend deren Tickets kontrolliere bzw. Fahrkarten verkaufe.
Dazu muss man sagen, dass es sich dabei um zwei 3er Triebwagen in Regiosbahn Größe handelte, 
wodurch dieses System logistisch schnell an seine Grenzen stoße.
Gerade bei kurzen Strecken lässt man sich bei einer solchen Fahrzeuglänge leicht verlocken, abzuwarten, ob überhaupt jemand kommt (auf meheren Fahrten erfolgte besipielsweise keine Kontrolle in meinem Zugteil). Die Nachfrage beim VRM ergab auch, dass es eine Reihe von Bahnhöfen ohne Ticketautomaten geben, dies aber Stationen mit einem Reisendenaufkommen von weniger als 150 Personen handele. Trotzdem sehr interessant, wie so etwas funktionieren kann.
Leider sieht man auch, dass beim barrierefreien oder allgemein kundenfreundlichen Ausbau und Unterhalt an vielen Stationen Stau herrscht - Schade eigentlich.
Der beste Niederflurzug bringt da leider ohne geeigneten Bahnhof gar nichts.
Zu guter letzt noch etwas bemerkenswertes: Gab es jemals einen Zugbegleiter der Ihnen beim Aussteigen das richtige Gleis für die Weiterfahrt (auf der Fahrkarte stehend) und eine gute Weiterreise gewünscht hat (und das Ganze nicht nur bei einem Reisenden)? Nein? Dann muss der nächste Urlaub wohl ins Rheintal gehen....