Privater Blog zur Regio-S-Bahn Bremen. Die Zug-Verbindungen in der Regio-S-Bahn Bremen liefern genügend "Stoff" zum bloggen! Vllt. möchtet ihr ja auch das eine oder andere Erlebnis teilen?!
Montag, 6. Oktober 2014
Pendler-Ströme
Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat wieder ermittelt, wie Pendler aus und nach Bremen reisen. Überraschenderweise sind die Zahlen der "Auspendler" (aus Bremen raus) größer geworden als die Zahl der "Einpendler"(nach Bremen rein). Die Gründe für die Veränderungen sind vielfältig, angefangen von zu hohen Grundstückspreisen bis zur höheren Lebensqualität auf dem Land. Viele Bremer haben inzwischen auch eine Arbeitsstelle im niedersächsischem Umland gefunden. Leider hat Bremen versäumt, sich mit dem Umland zu verbünden, um allen Bürgern ein Maximum an Wünschen zu erfüllen. Viele Pendler nutzen Bus&Bahn, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Aber auch hier ist noch Potential, es wird in dieser Studie auf bessere Taktzeiten auch in benachbarten Landkreisen verwiesen. Ob sich dies mit dem gerade verabschiedeten Verkehrs-Entwicklungsplan verbessern wird?
Freitag, 3. Oktober 2014
DFI anders programmiert?
Seit einiger Zeit bemerke ich, das die DFI(dynamischen Fahrgast-Informationen=elektronischen Anzeigentafeln) im VBN-Land feststehend die Uhrzeit anzeigen. Bisher wurde die Uhrzeit laufend auf dem Display angezeigt - nun steht die Uhrzeit fest in der Mitte des Displays - quasi wie eine reguläre Uhr. OK, da auf jedem Bahnhof/Bahnsteig auch eine allseits bekannte DB-Uhr montiert ist , zeigt uns die DB jetzt zweimal die Uhrzeit = doppelt Service! Müssen wir Fahrgäste ab demnächst mehr dafür bezahlen oder bekommen wir tatsächlich eine andere Leistung für gleiches Geld? Konnte bisher noch nicht feststellen, wann das Display tatsächlich wieder laufenden Informationen anzeigt ......
Donnerstag, 11. September 2014
Nicht mitgedacht...
...hat die NWB wohl, als sie ihre Züge auf der RS 3 eingesetzt haben.
Denn: einige Züge fallen zwischen Delmenhorst und Bremen aufgrund von Bauarbeiten aus.
Dadurch müssen Fahrgäste auf die Züge der RS 3 ausweichen, um dann in Delmenhorst oder Hude umsteigen zu können.
Leider hat man dies bei der Nordwestbahn anscheinend "vergessen" oder "nicht berücksichtigt", da vor ein paar Tagen die RS 3 mit nur einer kurzen Zugeinheit, also drei (!!) Wagen ankam - zufällig war auch gerade die HVZ dank Feierabendverkehr, aber gut.
Bannig eng war's dann doch.
Aber, Zitat der NWB-Kundenhotline "Wir versuchen, die Fahrzeugkapazitäten zu optimieren, wenn Schüler und Pendler unsere Züge nutzen..."
Denn: einige Züge fallen zwischen Delmenhorst und Bremen aufgrund von Bauarbeiten aus.
Dadurch müssen Fahrgäste auf die Züge der RS 3 ausweichen, um dann in Delmenhorst oder Hude umsteigen zu können.
Leider hat man dies bei der Nordwestbahn anscheinend "vergessen" oder "nicht berücksichtigt", da vor ein paar Tagen die RS 3 mit nur einer kurzen Zugeinheit, also drei (!!) Wagen ankam - zufällig war auch gerade die HVZ dank Feierabendverkehr, aber gut.
Bannig eng war's dann doch.
Aber, Zitat der NWB-Kundenhotline "Wir versuchen, die Fahrzeugkapazitäten zu optimieren, wenn Schüler und Pendler unsere Züge nutzen..."
Montag, 1. September 2014
Am Rhein unterwegs
In den vergangenen Tagen war ich im Gebiet in und um Koblenz unterwegs.
Das schöne am Rheintal ist dabei immer wieder, dass beinahe sämtliche Ziele mit dem ÖPNV zu erreichen sind (wovon wir hier in Norddeutschland aktuell nur träumen können).
Selbst als ÖPNV Fachmann trifft man hier auf eine völlig andere ÖPNV Welt. Vieles ist anders; einiges davon gut, anderes wiederum eher weniger optimal gelöst.
Hier eine kurze Zusammenfassung:
Das erste Interessante; bei der Eisenbahngesellschaft Vias erfolgen immer zwei Durchsagen. Zunächst wird der nächste Halt angesagt, danach erfolgt die nochmalige Durchsage mit der Vorsilbe "in Kürze erreichen wir...".
Was zunächst eine gute Idee ist, scheitert an den Triebfahrzeugführern, die diese Angsagen unmittelbar hintereinander schalten. Auch wenn das System richtig funktioniert, ist es bei längeren Fahrten (man denke mal an die Pendler) irgendwann nervig.
Besser gelungen ist die Ansagepraxis außerhalb des Zuges. Zwar finden auf den Bahnhöfen wie hier keinerlei Ansagen statt, dies wird jedoch durch Ansage der Aussenlautsprecher ersetzt. Hier gibt es Informationen über die Zugart, Fahrtziel und Unterwegsbahnhöfe.
Besitzt die Baureihe 440 (RegioSBahn) nicht auch über Aussenlautsprecher?
Ich werde das so mal an die Nordwestbahn tragen...
Eines suchte ich dann ebenfalls vergeblich, nämlich den Fahrkartenautomaten. Weder auf dem Bahnhof noch im Zug war ein solcher zu finden. Die Antwort von Zugbegleiter auf meine Frage, ob ich bei ihm ein Ticket bekäme, war "selbstverständlich". Er erzählte mir auch, dass es sich auf solch kleinen Bahnhöfen wie meinem nicht lohne einen Ticketautomaten zu aufzustellen und zu unterhalten.
Von daher habe DB Vertrieb einen Vertrag geschlossen, in dem sich die Vias verpflichte, jedes Fahrzeug mit einem Zugbegleiter zu besetzten. Ich hätte dabei nicht einmal dem Zugbegleiter entgegenlaufen müssen, ein einfacher Hinweis bei der Ticketkontrolle hätte gereicht.
Auf meine Frage, wie man in einem solchen System Schwarzfahrer ausfindig machte, meinte man, dass er an jedem Bahnhof die einsteigenden beobachte und anschließend deren Tickets kontrolliere bzw. Fahrkarten verkaufe.
Dazu muss man sagen, dass es sich dabei um zwei 3er Triebwagen in Regiosbahn Größe handelte,
wodurch dieses System logistisch schnell an seine Grenzen stoße.
Gerade bei kurzen Strecken lässt man sich bei einer solchen Fahrzeuglänge leicht verlocken, abzuwarten, ob überhaupt jemand kommt (auf meheren Fahrten erfolgte besipielsweise keine Kontrolle in meinem Zugteil). Die Nachfrage beim VRM ergab auch, dass es eine Reihe von Bahnhöfen ohne Ticketautomaten geben, dies aber Stationen mit einem Reisendenaufkommen von weniger als 150 Personen handele. Trotzdem sehr interessant, wie so etwas funktionieren kann.
Leider sieht man auch, dass beim barrierefreien oder allgemein kundenfreundlichen Ausbau und Unterhalt an vielen Stationen Stau herrscht - Schade eigentlich.
Der beste Niederflurzug bringt da leider ohne geeigneten Bahnhof gar nichts.
Zu guter letzt noch etwas bemerkenswertes: Gab es jemals einen Zugbegleiter der Ihnen beim Aussteigen das richtige Gleis für die Weiterfahrt (auf der Fahrkarte stehend) und eine gute Weiterreise gewünscht hat (und das Ganze nicht nur bei einem Reisenden)? Nein? Dann muss der nächste Urlaub wohl ins Rheintal gehen....
Mittwoch, 27. August 2014
Im Frühtau zu Berge, wir zieh'n
.... ist die Überschrift der neuesten Ausgabe des Kunden-Magazins der NWB. Leider stehen die Produkte wie Blei in den Haltern. Bisher habe ich keinen Kunden in diesen Blättchen lesen sehen ..... Da bekommt jeder andere ausgelegte Fahrplan mehr Aufmerksamkeit als "Unterwegs". Der Inhalt steht in keiner Relation zum Titel-Bild, also kein Wunder! Auch sehr schwierig nachzuvollziehen, warum sich die Sommer-Ausgabe dem Thema "Naturliebe" widmet. Gibt es keine bahn-spezifischen Themen mehr, die vielleicht die Kunden interessieren?
Freitag, 15. August 2014
Sind die Züge in den Sommerferien kürzer?
Irgendwie scheinen die Züge jetzt in den Ferien kürzer zu sein - als "Viel-Nutzerin" wundere ich mich doch jetzt vermehrt, das die Züge voll sind. Auch meine Lieblingsverbindungen kommen aktuell kleiner dahergerollt - gibt es dafür einen Grund? Weniger Fahrgäste kann kaum sein, denn zur Zeit sind extrem viele Radfahrer inkl. ihres rollenden Untersatzes mit der Regio-S-Bahn unterwegs. Wiederholt waren die Bereich in den Fahrradabteilungen so voll, das kein Durchkommen war. Schön auch zu sehen, das für ein Fahrrad inkl. Begleiter sechs Sitzplätze wegfallen. Und natürlich beansprucht jeder Radfahrer für sein Bike auch eine separate Stellefläche, nicht das die Radfahrer etwa auf die Idee kommen, mehrere Räder zusammenzustellen. Auch die Zugbegleiter scheint es überhaupt nicht zu interessieren, das in solchen Fällen die Kunden ohne Fahrräder eindeutig benachteiligt werden. Extrem spannend wird es zu dem Zeitpunkt, wo in einen gut gefüllten kurzen Zug z. B. in Oslebshausen noch Biker einsteigen. Da wird tatsächlich erwartet, das die sitzenden Kunden aus Vegesack die Sitzplätze im Rad-Abteil räumen.....
Samstag, 26. Juli 2014
Still ruht der See .....
.... wenn es um die Durchbindung nach Bremen-Farge geht. Anlässlich des 100. Geburtstag des Bremer Hauptbahnhofes konnte ich mit einigen Beteiligten sprechen. Alle versprachen sich drum zu kümmern bzw. die Durchbindung sollte kurz bevor stehen. Und kurz bevorstehen ist nicht erst zum nächsten Fahrplan-Wechsel! Wenn technisch nun alle Möglichkeiten geschaffen sind und dann auch tatsächlich alle Genehmigungen(in- und externe)vorliegen, dann sollte die Durchbindung am nächsten Tag live gehen! Oder wie soll ich als Kunde verstehen, das - wenn alles geklärt ist - ich bis zum Dezember warten muss, bevor ich nicht mehr umsteigen muss? Wird hier auch an die Kunden gedacht?
Donnerstag, 24. Juli 2014
Ein wahrer Genuss .....
... ist es, um diese Jahreszeit mit der Regio-S-Bahn zu fahren! Die Temperaturen im Zug sind tropisch, ein Luft-Austausch(egal zu welcher Tageszeit) findet nicht statt und jeder Kunde schwitzt vor sich hin! Wozu gibt es Fenster und Klima-Anlagen, wenn eines nicht benutzt(weil verschlossen) und das andere Mittel nicht eingesetzt wird? Ist das Sparen? Oder wie muss ich es verstehen, wenn mir gerade beim Einstieg der "Hammer" entgegenkommt? Die Züge fahren den ganzen Tag hin und her - nur irgendjemand vergisst wohl immer bei der ersten Fahrt den Knopf für die Klima-Anlage zu drücken!
Dienstag, 1. Juli 2014
Bestes Beispiel .....
.... für eine falsche Kunden-Information via Echtzeit-Info auf der VBN-App gestern Abend: 19.04 h NWB von Bremen-HBF nach Bremen-Nord. Lt. Echtzeit-Info in der APP sollte der Zug pünktlich fahren. Die Realität war aber, das der Zug mit +38 Minuten sich Richtung Farge aufmachte. Grund sollen Verspätungen aus vorherigen Umläufen wg. einer Strecken-Sperrung gewesen sein. Dies bedeutet, das die Verspätungen nicht spontan entstanden sind, sondern sich erkennbar durch das ganze System zogen. Auch die Verbindung 19.34 h ab Bremer HBF wurde als pünktlich in der App angezeigt, als wir um 19.42 h den HBF verließen war von diesem Zug noch nichts zu sehen bzw. zu hören. Auch die APP schlummerte vor sich hin und generierte uns Kunden eine pünktlich Abfahrt! Was ist der Mehrwert einer falschen Kunden-Information?
Samstag, 28. Juni 2014
Erlebnisreicher Freitag
Als Heavy-userin der Regio-S-Bahn habe ich gestern einen ereignisreichen Freitag erlebt - natürlich mit der Regio-S-Bahn! Ich frage mich, ab wann ich für die Erlebnisse Geld bezahlen muss oder ab wann ich welches zurückbekomme? OK, ganz von Anfang an: Meine ausgewählte Verbindung sollte laut VBN-App mit +2 Minuten in Bremen-St. Magnus eintreffen. Nun dann, etwas entspannter zum Bahnhof zu gehen und - logisch - als Kunde verlasse ich mich natürlich auf diese Information. Doch - welch Wunder - ich musste laufen, um meinen Zug zu erreichen. Denn der Zug fuhr pünktlich! Vielen Dank für die falsche Info in der VBN-APP. Auf dem Weg zum Bremer Hauptbahnhof das nächste Kuriosum - der Zugführer verbremste sich am Bahnhof Oslebshausen. Es gab eine Durchsage, das alle Fahrgäste bitte nur die letzte Tür zum Ein- und Aussteigen benutzen sollten, er hätte sich verbremst! Ok, kann passieren, löste im Zug aber schallendes Gelächter bei den Kunden aus! Am Nachmittag das nächste Ereignis - lt. VBN-App sollte meine ausgewählte Verbindung pünktlich sein - aber der Zug fuhr schon mit +4 Minuten in den Bremer Hauptbahnhof ein und machte sich dann mit +6 Minuten auf den Weg nach Bremen-Nord. Die VBN-App schien im Mittagsschlaf zu sein, denn die Ankunft in Bremen-St. Magnus mit +7 Minuten wurde von der App nicht angezeigt. Als Kunde fühlte ich mich gestern gut unterhalten, nur welchen Mehrwert haben falsche Informationen?
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